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Was ist Coaching?

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Informationen rund um Coaching

Relevante Informationen zum Thema

Wir möchten auf unserer Website nicht nur Informationen zu unseren Ausbildungen bereitstellen, sondern sehen unsere Aufgabe als “Coaching-Pioniere” auch darin, die komplexe und oft unüberschaubare Materie “Coaching” zugänglicher und verständlicher zu machen. Deshalb haben wir auf diesen Seite viele Informationen für Sie, rund um das Thema “Business-Coaching” gesammelt.

Was ist Coaching?

Wir verstehen Coaching als einen interaktiven personenzentrierten und lösungsorientierten Beratungs- und Begleitungsprozess im beruflichen Kontext. Die Interaktion mit dem Kunden ist eine Kooperation von Expertinnen und Experten. Dabei setzt der Coaching Prozess bei den ressourcen- und lösungsorientierten Kompetenzen der Kundin bzw. des Kunden an, die gefördert und aktiviert werden können. Die/Der Coach entwickelt gemeinsam mit – und nicht für den/die Kunden/Kundin – individuelle und angemessene Lösungen in Passung an das System.

Die Basis bildet das systemisch-konstruktivistische Denken, erweitert durch analytische Ansätze und das lösungsorientierte Beratungsverständnis des Kieler Beratungsmodells. Es wurde als eines der ersten strukturierten Coaching-Modelle in den 80-er Jahren mit Athleten und Trainern im Spitzensport von Prof. Dr. Uwe Grau, Johan-Ingi Gunnarsson und Jürgen Hargens an der Universität Kiel entwickelt. Mit der Erweiterung des Modells durch analytische Ansätze und der spezifischen Anwendung im Wirtschaftsbereich durch Johann und Michael Tomaschek wurde das Modell ergänzt und weiter differenziert.

Was heißt systemisch-konstruktivistisch?

Systemisches Arbeiten heißt, die Einzelperson und immer auch das Ganze – Beziehungen und Vernetzungen – im Auge zu behalten. Wir betrachten Veränderungen immer in den Auswirkungen auf das betroffene System. Vom Standpunkt des Konstruktivismus können auch Probleme in der subjektiven Wirklichkeit der Person konstruiert sein. Im Coaching kann diese “Wirklichkeit” gemeinsam umkonstruiert werden. Dies führt zu neuen Sichtweisen, die zu veränderten Handlungsstrategien anregen. Das Denken in Zielen und Lösungen verbinden wir mit der Achtung vor den Ressourcen und Werten der KundInnen.

Wozu analytische Ansätze im Coaching?

Der analytische Ansatz ist für die/den professionell arbeitenden Coach die unerlässliche Basis für das “Werkzeug”-Ich. Coaching ist eine Beziehungsinteraktion, der als Hauptwirkfaktor die persönliche und emotionale Begegnung zu Grunde liegt. Die Reflexion über die Selbst- und Fremdwahrnehmung im Coachingprozess, das Bewusstsein über die Interaktionsmuster und die eigenen Sichtweisen bestimmen das Verhalten und Intervenieren als Coach. Daher wird ein Schwerpunkt – vor allem im Coach Professional Lehrgang – in Richtung analytische Selbsterfahrung, theoretische und praktische Reflexionsmethoden gesetzt.

Themen von Coaching-KlientInnen (Vogelauer, 2007)

Was ist das Ziel eines Coachings?

Die Kernaufgabe ist, der Kundin bzw. dem Kunden Zugänge zu Lösungen und Möglichkeiten zu öffnen. Der Schwerpunkt des Coachings liegt auf dem Lösungsprozess. Diesem geht eine Analyse des Problems voran. Potentiale des Kunden werden gefördert und vorhandene Ressourcen umgesetzt. Coach und KundIn erarbeiten gemeinsam Strategien zur Erreichung konkreter Ziele.

Was sind Themen?

Coaching grenzt sich vor allem in der Themenauswahl von anderen beratenden Berufen ab. Die individuelle Beratung von einzelnen Personen, Gruppen oder Teams richtet sich auf die Arbeitswelt bezogene, fachlich-sachliche und/oder psychologisch-soziodynamische Fragen bzw. Problemstellungen. Der berufliche Kontext und die damit verbundenen persönlichen und zwischenmenschlichen Belange sind Hauptfokus von Coaching. Klar zu trennen von Psychotherapie auf der einen Seite und Skilltraining auf der anderen Seite.

Das Kieler Beratungsmodell

Das Kieler Beratungsmodell – als ein differenzierter Ansatz des Coachings – stellt eine Möglichkeit dar, maßgeschneiderte und individuelle Entwicklungen durch Optimierung von Kompetenzen und Ressourcen von Einzelpersonen und Teams zu fördern.

Coaching ist ergebnis- und lösungsorientiert und braucht daher evaluierbare Kriterien für das Erreichen konkreter Ziele. Diese operationalisierbaren Aufträge für Inhalte, Rahmen und Interventionen werden explizit formuliert.

Die Säulen dieses Coaching-Ansatzes sind

  • das Individuum als wichtigster Entscheidungsträger,
  • die Unterstützung zur Selbsthilfe und
  • positive Lösungsoptionen.

In der Praxis bringen die KundInnen Aspekte aus allen Bereichen des Berufslebens ein. Das Anliegen des Kunden/der Kundin steht im Zentrum der Beratung: Themenstellung, Auftrag, Zielkriterien und Evaluation werden gemeinsam erarbeitet.

Systemisches Arbeiten heißt für das Team der E•S•B•A, neben den Einzelpersonen immer das Ganze einer Organisation im Auge zu behalten. Das Denken in Zielen und Lösungen verbinden wir mit der Achtung vor den Ressourcen und Werten unserer KundInnen.

 

Wesentlich für uns sind das Menschenbild und die Grundhaltung, mit denen wir systemische und analytische Methoden verschiedener Herkunft anwenden. Aus der spezifischen Entwicklung des Settings im Beratungsprozess mit zwei Coaches, die ein Gespräch mit dem Kunden führen, ist das Reflektierende Team entstanden, das den Beratungsprozess beobachtet. Coaches und Reflecting-Team tauschen offen vor dem Kunden Ideen und Wahrnehmungen aus. Die daraus entwickelte spezifische Methode des Meta-Dialogs der Coaches stellt ein hoch effektives Interventionsinstrument dar. Die Lösung liegt beim Kunden und wird in jeder Phase des Coachingprozesses gemeinsam weiterentwickelt und co-konstruiert.

 

Der Beratungsansatz des Kieler Beratungsmodells

  • ist eher lösungsorientiert als problemorientiert
  • richtet sich eher an Kompetenzen aus, als an Defiziten
  • fokussiert auf die Beziehungen zwischen Personen
  • stellt spezifische Fragetechniken und Interventionen zur Verfügung
  • regt an, Erfolge als Leistungen der Kunden anzuerkennen
  • ist Hilfe zur Selbsthilfe mit unterstützenden Beratungsphasen

Was sind unsere Grundhaltungen?

Das Kieler Beratungsmodell basiert auf dem erkenntnistheoretischen Ansatz des Konstruktivismus. Prägend für diesen Ansatz war, dass es nützlich ist, in sozialen Systemen wie Unternehmen oder dem Leistungssport von den Kompetenzen und Ressourcen der Kunden auszugehen. Das Kieler Beratungsmodell versteht sich als Interaktion von ExpertInnen mit den Kunden in ihrem Arbeits- und Wirkungsbereich. Dabei werden mittels Berater, lösungs- und zukunftsorientierter Reflexionen, durchgeführt. Das Ziel ist eine positive “Verstörung” von Personen und betrieblichen Systemen, die anregt und Impulse gibt.

Leitsätze

Die handlungsleitende Grundhaltung des Modells spiegelt sich in den vier Leitsätzen wider:

Kooperieren

auf gleichen Ebenen ist eine der Voraussetzungen um Ressourcen miteinander freizusetzen.

Reflektieren

schafft die Möglichkeit Veränderung auf allen Ebenen zu bewirken – vor allem wenn es gemeinsam erfolgt.

Öffentlich machen

ist eine der wesentlichsten Methoden, um negative Interaktionszirkeln in der Kommunikation aufzulösen.

Respektieren

der Einzigartigkeit und Originalität des Anderen (indem was und wie er ist) als Fundament jeder Beziehung. 

Was bringt mir die Coaching-Ausbildung?

Coachingmethoden unterstützen Führungskräfte, BeraterInnen und MitarbeiterInnen auf verschiedenen Ebenen ihrer beruflichen Aufgaben. Es kann beispielsweise eingesetzt werden als
  • personenorientierte Beratung zu Themen im beruflichen Kontext;
  • Bestandteil moderner Personalentwicklung;
  • Möglichkeiten zur individuellen Optimierung von Kompetenzen:
  • zur Entfaltung und Entwicklung des eigenen Originals – als Persönlichkeitsentwicklung.

Gerade wenn Märkte und damit Unternehmen sich dramatisch verändern, bei allen Changeprozessen oder disruptiven Veränderungen, etwa bei strategischen Neuausrichtungen, Restrukturierungen, Fusionen oder Übernahmen, kommt dem Coaching eine prägnante Funktion im Management zu.
Nicht nur Strukturen und Arbeitsprozesse werden gravierend verändert. Auf allen Ebenen des Unternehmens muss eine neue mentale Grundorientierung, eine neue Kultur mit einer entsprechenden Überzeugung und Haltung geschaffen werden, als dauerhafte Basis für das veränderte Verhalten.

In den letzten Jahren ist Coaching die Grund- und Basisqualifikation jeder Führungskraft geworden, die Leadershipkompetenzen entwickeln will. Die neuen Formen des Projektmanagment- ob SCRUM, Agile oder Kanban setzen die systemische Haltung und Prozesskompetenz, die den Kern von Coaching darstellt voraus. Coaching schafft in solch turbulenten Situationen persönliche Unterstützung sowie Freiraum und die notwendige Distanz zur Reflexion des Tagesgeschäfts und gibt Impulse für die strategische Bewältigung der Herausforderungen.

Coaching-Fakten

Abgrenzungen

Abgrenzungen zu PE, OE, Supervision, Mediation und Therapie

Personalentwicklung umfasst alle planenden, durchführenden und kontrollierenden Maßnahmen, um einen organisierten Lernprozess im Unternehmen zu gestalten. Dazu gehören in Abgrenzung zu Coaching unter anderem auch Potentialerhebung, zielgerichtete Wissens- vermittlung und die Evaluation und Beurteilung von (Lern-) Prozessen und Ergebnissen. Coaching wird als ein Instrument der modernen Personalentwicklung eingesetzt.

Systemische Organisationsentwicklung bedient sich ebenso wie Coaching einer prozessorientierten Beratungsform, hier liegt der Fokus allerdings auf der Organisation als Ganzes. Über unmittelbare Einstellungs- oder Verhaltensänderungen hinaus sollen Organisationsstrukturen und -prozesse, sowie die ihnen zu Grunde liegenden Selektionen und Generalisierungen verändert werden. Coaching kann als ein Instrument der Organisationsentwicklung Einzelpersonen bzw. Teams in diesen Veränderungsprozessen begleiten.

Supervision dient der systematischen und regelmäßigen Reflexion beruflichen Handelns in Arbeitsfeldern, in denen die professionelle Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen die Hauptaufgabe darstellt. Die Wurzeln der Supervision liegen im sozialen und therapeutischen Bereich, wo sie bislang auch die größte Verbreitung und Akzeptanz findet, während sich die Coachingidee im Sportbereich entwickelte und von dort aus auf den Managementbereich übertragen wurde. Beiden ist die prozessuale Beratungsform gemeinsam, wobei Coachingprozesse oftmals kurzfristiger als Supervision sind und einen stärkeren handlungs- und lösungsorientierten Ansatz beinhalten.

Mediation bedeutet wörtlich “Vermittlung” und bezeichnet ein strukturiertes, auf Freiwilligkeit basierendes Verfahren zur Konfliktlösung. Ein unparteiischer Dritter/ein unparteiische Dritte ohne Entscheidungsgewalt begleitet die KonfliktpartnerInnen zu einer win-win-Lösung. Es geht um Übernahme von Verantwortung und Selbstbestimmung sowie um konstruktive Auseinandersetzung mit Konflikten. Ein systemischer Mediator bzw. eine systemische Mediatorin fungiert dabei “nur” als “Experte bzw. Expertin für das Verfahren” und nicht als Problemlöser bzw. Problemlöserin. Coaching ist eher als Prävention im Sinne der Zugänge zu Konfliktpotentialen und persönlichen Bewältigungsstrategien für Einzelpersonen und Gruppen zu sehen. Im Rahmen eines Konfliktcoachings ist die Begleitung in Konfliktfällen bis zu einer bestimmten Eskalationsstufe (Stufe 5 nach Glasl) möglich, danach sind eine andere Strukturierung und direktivere Regeln und Interventionen, wie sie die Mediation bereit hält, notwendig.

Der entscheidende Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie liegt darin, dass Coaching sich prinzipiell an “Gesunde” richtet. An Menschen, deren Selbstwirksamkeits- und Selbstregulationsfähigkeiten funktionieren. Die Psychotherapie ist explizit auch auf schwere psychische Störungen ausgerichtet, aber selbst wo dies nicht der Fall ist, werden tiefergehende private und persönliche Probleme unter Berücksichtigung der individuellen Lebensgeschichte bearbeitet. Coaching bedient sich teilweise der Techniken, die in verschiedenen therapeutischen Schulen entwickelt wurden und eingesetzt werden.

Kieler Beratungsmodell

Was ist das Kieler Beratungsmodell?

Das Kieler Beratungsmodell wurde in den 80er Jahren mit Spitzensportlern (Handball Bundesliga, Olympiateam der Segler etc.) in Deutschland von Prof. Dr. Uwe Grau an der Universität Kiel (Lehrstuhl Pädagogische Psychologie) entwickelt und als Coachingmodell auf den Wirtschaftsbereich übertragen. Dem Kieler Ansatz liegt ein systemisch- konstruktivistisches Menschenbild zugrunde, vor dessen Hintergrund systemische Methoden verschiedener Herkunft verwendet werden.

Systemisches Arbeiten heißt, die Einzelperson und immer auch das Ganze – Beziehungen und Vernetzungen – im Auge zu behalten. Veränderungen werden immer in den Auswirkungen auf das betroffene System reflektiert. Vom Standpunkt des Konstruktivismus aus können Probleme in der subjektiven Wirklichkeit der Person konstruiert werden. Im Coaching kann diese “Wirklichkeit” gemeinsam umkonstruiert werden. Dies führt zu neuen Sichtweisen, die zu veränderten Handlungsstrategien anregen.

Das Kieler Beratungsmodell zeichnet sich durch ein spezielles Setting im Beratungsprozess aus: Zwei Coaches, die gemeinsam mit dem/der KundIn eine Beratungsrunde bilden und in einem “Meta-Dialog” ihre Ideen öffentlich vor dem/der KundIn austauschen; zusammen mit einem Reflecting-Team, das den Beratungsprozess im Raum sitzend beobachtet und gegebenenfalls kommentiert. Die Lösung kommt dabei vom Kunden selbst, sie wird gemeinsam weiterentwickelt und co-konstruiert.

Der Intensivlehrgang Coaching nach dem Kieler Beratungsmodell vermittelt einerseits diese universitäre deluxe-Variante des Coachings und schafft darüber hinaus den Transfer dieses Beratungsmodells in die “one to one”-Beratung.

Berufsanerkennung

Wie ist die Berufsanerkennung als Coach?

Jemand, der sich “Coach” nennt, muss derzeit dafür weder in Österreich noch in Deutschland formale Qualifikationen nachweisen können.

Daher kann sich jede Person als “Coach” bezeichnen, ohne gegen rechtliche Bestimmungen zu verstoßen. Im Rahmen der Gewerbeordnung gibt es in Österreich allerdings die explizite Zuordnung von Coaching zum Gewerbe der Unternehmensberatung und zum Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung.

Grundsätzlich ist eine Anwendung von Coaching als ergänzende Dienstleistung im Rahmen einer Tätigkeit im gewerblichen Beratungsbereich (PR und Marketing- beraterIn, SteuerberaterIn, Wirtschaftstreuhänder etc.) erlaubt.

Im Tätigkeitskatalog der Gesundheitsberufe Psychotherapie, klinische und Gesundheitspsychologie (“Neue Selbständige”) sind Coaching, Supervision und Beratung auch als Tätigkeiten offiziell enthalten.

Marktsituation

Wie stellen sich Marktsituation und Chancen als Coach dar?

Coaching erhält seit Mitte der 80-er Jahre immer stärkere Bedeutung als Instrument der Personalentwicklung. Während laut einer Studie vor zehn Jahren erst knapp 20 Prozent der Unternehmen auf Coaching als persönliche Beratungsform zurückgriffen, findet es mittlerweile bei
85 % der größeren Firmen Einsatz. 74% der Unternehmen, die Coaching nutzen, beauftragen dabei externe BeraterInnen, interne BeraterInnen werden von 56 % der Firmen genutzt. 80% der befragten Personal- fachleute und Führungskräfte schätzen darüber hinaus, das Coaching noch an Bedeutung gewinnen wird (Böning, 1998).

Die Ansprüche an Personalentwicklungsmaßnahmen ändern sich weg von breit angelegten Pauschal-Programmen hin zu individualisierter und gezielter Förderung, die die beteiligten Personen stärker in die Verantwortung nimmt. Coaching bietet hier als flexibel und spezifisch einsetzbares Instrument bemerkenswerte Vorteile. Darüber hinaus erhöhen die immer häufigeren strukturellen Veränderungen in den Unternehmen den Druck auf Führungskräfte, die auf der anderen Seite immer stärker nach einer Work-Life-Balance suchen und sich als Manager auch der eigenen Entwicklung sehen.

In wie weit sich Coaching in Zukunft durchsetzt, wird u.a. davon abhängen, wie es gelingt, am Markt Transparenz und gültige Qualitätsrichtlinien zu schaffen, die sich auch in Standards für die Aus- Fort- und Weiterbildung ausdrücken. Um dem zum Teil beobachtbaren inflationären Gebrauch des Coachingbegriffs entgegenzuwirken, ist die Schaffung von Qualitätsstandards vordringlichstes Anliegen der Interessensverbände wie z.B. des Österreichischen Dachverbands für Coaching ACC.

Grundqualifikationen

Was sind Grundqualifikationen des Coaches?

Grundqualifikationen sind unter anderem die Fähigkeit, einfühlsam auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Situationen zu reagieren und Reflexion zu ermöglichen ohne Lösungen vorzugeben oder sich selbst in den Mittelpunkt des Gesprächs zu setzen.

Ein reflektiertes Menschenbild und die Fähigkeit, auch in schwierigen, konflikthaften oder emotional belastenden Situationen flexibel zu reagieren, gehören ebenfalls zu den basic skills, die ein/eine AusbildungskandidatIn unabhängig von seiner/ihrer Vorbildung mitbringen sollte.

Die fachlichen Kompetenzen eines Coaches umfassen psychologische und betriebswirtschaftliche Qualifikationen. Grundausbildungen stellen insbesondere Studienabschlüsse in Psychologie, Pädagogik, Philosophie, Rechtswissenschaft, Medizin und Sozial- und Wirtschaftswissenschaften dar und/oder berufliche Erfahrung in den Bereichen Management, Unternehmensführung, Beratung oder Lehre, die durch entsprechende Zusatzausbildungen ergänzt werden. (vgl. auch www.coaching-report.de).

Der Intensivlehrgang Coaching stellt einen ersten Ausbildungsschritt für Personen dar, die Coachinginstrumente in ihrem beruflichen Umfeld nutzen und ihre Kompetenz damit erweitern wollen.
Um als Coach selbständig tätig zu werden und in verschiedenen Settings zu unterschiedlichen Themen professionell zu arbeiten, ist eine weiterführende, fundierte Ausbildung Voraussetzung, wie sie beispielweise der Professionallehrgang Coaching darstellt.

Qualitätsrichtlinien

Qualitätsrichtlinien und Berufskodex

Derzeit orientiert sich der Berufskodex für das Berufsbild Coach an Richtlinien, wie sie für die Psychotherapie bzw. psychologische Behandlung bestehen. Die bestehenden Berufsverbände sehen es als vordringlichstes Anliegen, einen solchen baldmöglichst zur Verfügung zu stellen.

In Anlehnung an die Qualitätsdebatte in der Psychotherapie gelten auch für das Coaching im Wesentlichen drei Qualitätsdimensionen: Strukturqualität, Prozess- und Ergebnisqualität:

  1. Die Strukturqualität umfasst die Ausstattung (personell, materiell, räumlich) des Coachings und ist dabei unterteilt auf den Coach, den/die KlientIn, ihre Beziehung zueinander und die Rolle des Unternehmens des/der KlientIn.
  2. Die Prozessqualität bezieht sich auf alle Handlungen, die notwendig erscheinen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen wie Erstgespräch, Vertragsgestaltung, Zielformulierung und Interventionen.
  3. Die Ergebnisqualität bezieht sich auf den Grad des erreichten Erfolges einer Coaching-Maßnahme und die eingesetzten Evaluationsverfahren (vgl. Heß & Roth, 2001).

Richtlinien zu „Qualität und Standards“ vom ACC – Österreichischen Dachverband für Coaching

Berufsorganisationen

WKO | www.wko.at
Wirtschaftskammer Österreich

UBIT | www.ubit.at
Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie der WKO

Austrian Coaching Council |coachingdachverband.at
Österreichischer Dachverband für Coaching

DBVC e.V. | dbvc.de
Deutscher Bundesverband Coaching

IOBC | IOBC.org 
International Organization for Business Coaching

ICF | coachfederation.org
International Coach Federation

ÖVS | oevs.or.at
Österreichische Vereinigung für Supervision

Lebens- und Sozialberater | lebensberater.at
Lebens- und Sozialberater Österreichs

ÖBVP | oebvp.at
Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie

Ablauf der Ausbildung

Ablauf der Ausbildung zum Coach

Der modulare Ausbildungsaufbau besteht aus dem Intensivlehrgang Coaching und dem Professionallehrgang.

Der Intensivlehrgang Coaching umfasst:

  • 4 Module á 3 Tage (Do – Sa ganztags)
  • 3 Supervisionstage (Sa ganztags) jeweils nach dem 3. und 4. Modul und
  • dauert insgesamt 2 Semester
  • Peergroup-Arbeit
  • Schriftliche Abschlussarbeit
  • Zusätzlich sind 5 Einzelcoachings verpflichtend, die jeder/jede TeilnehmerIn als KundIn selbst bei einem Coach der E•S•B•A in Anspruch nimmt.

Der Business Coaching Competence Lehrgang für Führungskräfte umfasst:

  • 4 Module á 2 Tage (Fr – Sa ganztags)
  • 1 Supervisionstag (Sa ganztags)
  • dauert insgesamt 2 Semester
  • Peergroup-Arbeit
  • Schriftliche Abschlussarbeit
  • Zusätzlich sind 2 Einzelcoachings verpflichtend, die jeder/jede TeilnehmerIn als KundIn selbst bei einem Coach der E•S•B•A in Anspruch nimmt.
  • Optional ISO-Zertifizierung Coach

Der Mental Coach Basic Lehrgang umfasst:

  • 4 Module á 2 und 3 Tage (Do – Sa, bzw. Sa-So ganztags)
  • 1 Supervisionstag (Sa ganztags)
  • dauert insgesamt 2 Semester
  • Peergroup-Arbeit
  • Schriftliche Abschlussarbeit
  • Optional ISO-Zertifizierung Coach

Der Professional Coach Lehrgang umfasst:

  • 7 Module á 3 Tage (Do – Sa ganztags)
  • 4 Module á 2 Tage (Fr – Sa ganztags)
  • 2 Supervisionstage (Sa ganztags),
  • dauert insgesamt 3 Semester
  • Peergroup-Arbeit
  • Schriftliche Abschlussarbeit
  • Zusätzlich sind fünf Einzelcoachings verpflichtend, die jeder/jede TeilnehmerIn als KundIn selbst bei einem Coach der E•S•B•A in Anspruch nimmt.

Optional kann die Ausbildung abgeschlossen werden mit der “ISO 17024 – der Kompetenzzertifizierung zum Coach”.

Anmeldungsmodalitäten

Anmeldungsmodalitäten

  • Erstgespräch mit einem/einer Lehrbeauftragten der E•S•B•A – beidseitiges Informations- und Auswahlgespräch, um vorab Ziele und Erwartungen sowie Voraussetzungen und offene Fragen zu klären.
  • Anmeldung online über die Website der E•S•B•A
  • Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages
  • Zahlung der Lehrgangs- bzw. Lehrgangsteilgebühren
  • Im Falle einer Abmeldung bis vier Wochen vor Lehrgangsbeginn werden EUR 120,– als Administrationsentgelt in Rechnung gestellt (zzgl. 20 % USt.). Nach diesem Zeitpunkt (zwei Wochen vor Lehrgangsbeginn) werden 50 % der Lehrgangsgebühr (zzgl. 20 % USt.) verrechnet, sofern nicht einer/eine geeignete/r ErsatzteilnehmerIn genannt wird.
Abschluss / Diplom

Abschluss und Diplom

Der Intensivlehrgang Coaching gilt als erfolgreich abgeschlossen, nachdem der/die TeilnehmerIn an sämtlichen Modulen und Supervisionstagen teilgenommen, die 5 Einzelcoachings absolviert und den Nachweis der Peergroup-Arbeit erbracht hat, sowie die schriftliche Abschlussarbeit positiv beurteilt wurde.

Der Lehrgang schließt ab mit dem Zertifikat der E•S•B•A “Coaching Intensivlehrgang – Systemisches Coaching nach dem Kieler Beratungsmodell”.

Der Professional Coach Lehrgang ist erfolgreich abgeschlossen nach der Teilnahme an sämtlichen Modulen und Supervisionstagen, nachdem 10 Einzelcoachings absolviert wurden, die Nachweise über 40 Stunden Selbsterfahrung / der protokollierten Coachingpraxis / Peergroup-Arbeit erbracht wurde und die schriftliche Abschlussarbeit von der Lehrgangsleitung positiv beurteilt wurde.

Der Lehrgang schließt ab mit dem Zertifikat der E•S•B•A “Coaching Professionallehrgang – Ausbildung zum systemisch-analytischen Coach” und der ISO-Zertifizierung zur beruflichen Qualifikation Coach, sowie einem registrierten Zertifikat der IOBC.

Anerkennung

Wie/Wo ist die Coaching-Ausbildung anerkannt?

Die Coaching-Lehrgänge der E•S•B•A entsprechen nicht nur den Qualitätskriterien des ACC – Österreichischen Dachverband für Coaching.

Die Ausbildung “Coach Professional Lehrgang” ist auch vom Deutschen Bundesverband Coaching DBVC e.V.  und der International Organization for Business Coaching IOBC anerkannt.

Der Coaching Intensivlehrgang ist eine in sich geschlossene Ausbildung, die als fundierte Basisausbildung verstanden werden kann und mit einem Zertifikat abschließt. Dieses Zertifikat berechtigt zur weiterführenden Teilnahme

  • an der Coachingausbildung für Führungskräfte
  • an der Aufbausausbildung Mental Coaching Basic
  • am Coach Professional Lehrgang
  • an der Ausbildung zum Lebens-und Sozialberater

Alle weiterführenden Ausbildungen der E•S•B•A schließen mit einem Zertifikat ab.

Der Professional Lehrgang wird abgeschlossen, also mit dem Zertifikat zum Berufsbild “Professional Coach”.

Optional können die Führungskräfteausbildung, die Mental Coaching Ausbildung, der Professionallehrgang, zusätzlich mit der “ISO 17024, der Kompetenzzertifizierung zum Coach” abgeschlossen werden. Dies ist ein Abschluss nach einem international gültigen Qualitäts-Standard.

Anrechungsmöglichkeiten

Im Rahmen der Gewerbeanmeldung sind der Coaching Intensivlehrgang als fachliche Ausbildung im Ausmaß von 135 Stunden und der Professional Coach Lehrgang im Ausmaß von 450 Stunden anrechenbar.

Der Workshop analytisch-systemische Persönlichkeitsentwicklung und Selbsterfahrung ist als Supervision und Selbsterfahrung im Ausmaß von 30 bzw. 40 Stunden anrechenbar für das psychotherapeutische Propädeutikum in Österreich, den Professional Coach Lehrgang sowie alle BeraterInnenausbildungen in Österreich und Deutschland, die Selbsterfahrung in einer anerkannten Therapieform vorschreiben.

TeilnehmerInnen

Woher kommen die TeilnehmerInnen?

Die E•S•B•A hat seit 1994 rund 3.000 Personen zu Coaches ausgebildet.

In den letzten Jahren kamen die TeilnehmerInnen aus dem Personalwesen, waren Führungskräfte, Team-und ProjektleiterInnen, BeraterInnen TrainerInnen, UnternehmensberaterInnen, PädagogInnen oder entstammten wie z.B. PsychotherapeutInnen, oder ÄrztInnen aus Gesundheitsberufen.